Lexikon zu Feng Shui & Geomantie



  • Ba Zhai

    siehe Ost-West-System

    Bagua

    Der Begriff Bagua (oder auch Pakua) kommt aus dem Chinesischen „Ba“ = acht und „gua“ = Bereich, also Acht Bereiche.
    Siehe Acht Lebensbereiche

    Eigentlich hat das Bagua jedoch mit der Inneren Mitte / dem Zentrum neun Bereiche, denen jeweils bestimmte Eigenschaften zugeordnet sind.

    Das Bagua wird über einen Grundriss (Raum, Wohnung, Haus) gelegt und entweder in neun gleichgroße Rechtecke oder wie bei einer Torte in acht gleichgroße Segmente unterteilt. Mit dieser Methode können die Eigenschaften der einzelnen Bereiche erkannt werden.

    Im chinesischen Denken besitzt alles auf der Welt eine Seele. Nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen, sondern auch Gebäude und Grundstücke. Auch diese hatten ihre eigenen Schwingungen, die durch Form, Farbe oder Material ausgestrahlt werden. Das Haus war nicht einfach ein lebloser umbauter Raum, sondern als Raumkörper eine Art Lebewesen. Und wie Lebewesen, bei denen jedes Organ, jedes Körperteil bestimmte Aufgaben und Wirkungen hat, besitzen auch Räume oder Flächen (Grundstücke) energetische Qualitäten.

    Alles, das Große wie das Kleine, wird im Feng Shui als eine energetische Einheit gesehen und steht in unmittelbarer Wechselwirkung mit seiner Umgebung. Wir übertragen dieses Bagua auf unser Wohn- und Lebensumfeld. Es stellt also eine Verbindung zwischen der Raumform und den darin wirkenden Energien her. Mit der Bagua-Analyse können wir alles untersuchen – von der Neubausiedlung über das Unternehmen, die Privaträume, das einzelne Zimmer bis hin zum Schreibtisch.

    Das Bagua ordnet jedem Bereich des Lebensumfeldes eine spezielle Bedeutung zu. Es umfasst neun Bereiche, von denen jeder auf einen Aspekt des Lebens wirkt. Grundlage sind die Trigramme. Sie beschreiben grundlegende Energiequalitäten, die konkret auf die Lebensbereiche übertragen werden.

    Die Einflüsse, die bestimmte Raumbereiche auf unser Leben haben, erscheinen nur auf den ersten Blick willkürlich. Sie entstammen dem uralten Erfahrungswissen des Feng Shui. Ebenso wie man in der Akupunktur durch jahrtausendelange Beobachtungen weiß, dass bestimmte Punkte z.B. auf das Herz wirken, so hat man im Feng Shui beobachtet, dass bestimmte Raumsektoren einen Einfluss auf Partnerschaft, Karriere, Gesundheit oder Wohlstand haben. In diesem Sinne können wir das Bagua als eine Art Akupunkturkarte für die Harmonisierung des Wohn- und Arbeitsumfeldes sehen.

    Bagua Spiegel

    Achteckige Spiegel, die entweder konvex oder konkav sind und als Begrenzung einen Holzrahmen haben. Auf diesem sind die Trigramme des frühen Himmels der Himmelsrichtungen dargestellt. Die Spiegel sollen vor bösen Geistern und anderen negativen Einflüssen schützen und werden im Außenbereich angewendet.

    Balken

    Was ein Balken ist, weiß vermutlich jeder. Für Feng Shui ist ein Balken nur interessant, wenn es sich um einen sichtbaren Deckenbalken handelt.
    Befindet sich dieser direkt über einem Schlaf- oder Arbeitsplatz, kann er negativ auf die anwesenden Personen wirken. Diese Wirkung beruht vermutlich darauf, dass unser Unterbewusstsein diesen Balken als Bedrohung wahrnimmt und unseren Körper ständig in Alarmbereitschaft hält. Das zehrt natürlich an unserer Energie.
    Als Abhilfe werden die unmöglichsten Dinge angeboten, von der Bambusflöte bis zum magischen Kristall findet man alles. Wirkliche Abhilfe schafft nur eine Deckenverkleidung oder ein Baldachin, der den Balken “unsichtbar” macht. Denn wenn ihn unser Auge nicht mehr wahrnimmt, reagiert auch das Unterbewusstsein nicht mehr darauf.

    Bazi Suanming

    Bazi Suanming ist der Fachbegriff für die Chinesische Astrologie. Mit ihr kann individuell eine Persönlichkeitsanalyse erstellt werden. Diese basiert auf den Prinzipien von Yin und Yang, den Fünf Elementen und den Tierkreiszeichen, die sich aus dem Jahr, dem Monat, dem Tag und der Stunde ergeben. Aufgrund dieser letztgenannten vier Geburtsdaten spricht man auch von der Vier-Säulen-Astrologie.

    Benkergitter

    Gitterstruktur in Nord/Süd- und Ost/West-Richtung mit einer Kantenlänge von jeweils ca. 10 m und ca. 1 m Breite. Es zählt zu den Störzonen, die ein Geomant oder Radiästhet aufspüren kann. Benannt nach Anton Benker (geb. 1895), der es 1953 nach 30 Jahren Erfahrung als Rutengänger dokumentierte.

    Berg

    Bildname des Trigramms Gen aus dem I-Ging.

    Bergstern

    Der Bergstern gehört zu der Methode der Fliegenden Sterne. Durch die Zeitlichkeit können Auswirkungen auf die einzelnen Lebensbereiche dargestellt werden. Der Bergstern wird vor allem für die Analyse der Gesundheit und des zwischenmenschlichen Gefüges herangezogen.

    Blick

    Siehe Blickrichtung

    Blickrichtung

    Die Blickrichtung, auch Blick oder Facing genannt, eines Hauses oder eines Grundstückes ist im Feng Shui die Bezeichnung für dessen Vorderseite.

    Gemeint ist damit immer die Seite des Gebäudes, von der es die meiste Energie bezieht, die Yang-Seite. Vereinfacht gesagt, da wo am meisten los ist. Welche Seite das ist, hängt von den landschaftlichen Gegebenheiten und der Struktur des Gebäudes ab.

    Keinesfalls darf man annehmen, die Blickrichtung sei immer die Seite mit der Eingangstüre. Dieser Fehler wird sehr oft gemacht und kann zu fatalen Fehlberechnungen führen.

    Möglich sind auch mehrere Blickrichtungen im gleichen Gebäude. So kann eine Wohnung eine andere Blickrichtung haben als der Wohnblock, in dem sie sich befindet.

    Wichtig ist die Blickrichtung u.a. zur Berechnung der Fliegenden Sterne.

    Im Gegensatz zur Blickrichtung wird die Vorderseite eines Hauses Sitzrichtung genannt.

    Büffel / Ochse

    Der Büffel ist eines der 12 Tierkreiszeichen der Chinesischen Astrologie.

    Zeitliche Zuordnung
    Jahr: 2009/2021
    Monat: Januar
    Uhrzeit: 01:00 – 03:00

    Qualität: Yin

    Positive Eigenschaften: Fleißig, zuverlässig, charakterfest, treu, stolz, belastbar
    Negative Eigenschaften: Hartnäckig, eigensinnig, langsam, autoritär, pedantisch